Plutarch, Aussprüche von Königen und Feldherren (Moralia 187 F – 189 B):
4.
Once, when he expressed an opinion before the people, he won acclaim, and saw that all alike accepted the view he had expressed, whereupon he turned to his friends and said, “Does it not look as if I had unwittingly said something bad? [ οὐ δήπου κακόν τι λέγων ἐμαυτὸν λέληθα;]”
Vgl. Plutarch, Phokion:
[...] Als nämlich einmal ein Orakelspruch aus Delphi verlesen wurde, daß die anderen Athener eines Sinnes und nur ein Mann anders als die ganze Stadt gesinnt sei, da trat Phokion auf und sagte, sie sollten sich nicht erst den Kopf zerbrechen: er sei der Gesuchte, denn er allein sei mit nichts von dem einverstanden, was sie täten.
Und als er einmal mit der Meinung, die er vortrug, bei dem Volke Beifall fand und sag, daß alle einstimmig seinen Vorschlag guthießen, wandte er sich um zu seinen Freunden und sagte: „Ich habe doch nicht etwa, ohne es zu wissen, etwas Schlechtes gesagt?“
[8]
Vgl. Diogenes Laërtios, Leben und Meinungen berühmter Philosophen:
Als er [sc. Antisthenes] einst von üblen Gesellen gelobt wurde, sagte er: „Mir ist bange, daß ich irgend etwas Schlimmes begangen habe [ἀγωνιῶ μή τι κακὸν εἴργασμαι].“
[VI 5]
Als einer zu ihm [sc. Antisthenes] sagte: „Du hast zahlreiche Lobredner,“ erwiderte er: „Was habe ich denn Böses ge-tan? [τί γάρ, ἔφη, κακὸν πεποίηκα;]“
[VI 8]
Vgl. Aelian, Varia Historia:
Hippomachus the trainer, it is said, when the athlete he was training had won a wrestling contest and the whole crowd of bystanders shouted applause, struck his pupil with a cane and said: “But you have performed badly, and have not done correctly what ought to have been managed better. These people would not have applauded if you had made some use of technique.” He was hinting that if one is to do everything in right and proper fashion, one must give pleasure not to the crowd but to those who have a theoretical understanding of what is being done.
[II 6]
[Plutarch: Moralia III. Ed. by Frank Cole Babbitt. Cambridge (Mass.)/London 72004, pp. 108-115]